Category Archives: Font of the Week
Font of the Week 43.2011: Vista Sans
Alles begann während eines Aufenthalts in Sumatra im Jahr 2002. Fontdesigner Xavier Dupré wollte eigentlich einen Monat lang »pausieren« – jedoch entstand genau in dieser Zeit die ersten Ansätze für seine Schrift Vista, die sowohl für Fließtext als auch Headlines geeignet sein sollte. Diese ersten Gedankengänge sind der Beginn eines neues Schriftenerfolgs. Dupré ist nämlich auch Erschaffer der Absara (FF) und Sanuk (FF), die sich als ausgezeichnete Schriften bewiesen haben. Persönlich bin ich ein absoluter Fan seiner Sanuk!
Zurück zur Vista: Inspiriert von Schriftzüge aus Sumatra, lies er seine eigene Schrift herangwachsen. Zuhause angekommen, entwickelte er die Schriftenfamilie, die zuerst »Bagus« genannte wurde, weiter. Doch Dupré war mit dem Resultat so gar nicht zufrieden. Zwei Jahre später vollendete er im Mai 2004 jedoch die komplette Schriftenfamilie in einer neuen Form. Wirtschaftlichkeit der Räume und gute Lesbarkeit sollten den Komfort der Schrift prägen.
Charakteristisches a.
Besonders charakteristisch ist das gemeine »a« und »g«. Beide Letter sind eines der interessantesten und Buchstaben einer Schrift. Das »a« ist in der Vista sogar die »Seele« der gesamten Schrift. Durch den Bruch in der Linienführung wird die Schrift stark durch diesen Buchstaben charakterisiert.
Sechs Stärken – zwölf Schnitte.
Light, Book, Regular, Medium, Bold und Black zählen zu den Schriftstärken. Jede Stärke besitzt sowohl einen Italicschnitt, indem auch echte Kapitälchen und der alternative Schriftsatz inkludiert ist.
Charakteristische alternative Letter.
Vista beinhaltet einen Satz alternativer Zeichen. Sie wirkt ein wenig verspielter. Dupré änderte jedoch nur einzelne Letter, damit der Einsatz immer noch professionell wirkt. Doch trotzalledem wirken die Alternativen so speziell, dass sie schon fast als eigene Schrift durchgeht.
Designer: Xavier Dupré
Foundry: Emigre
Font of the Week 42.2011: Pragmatik
»Die Pragmatik ist eine Disziplin, die das Handeln mit und die Verwendung von Zeichen allgemein (semiotische Pragmatik) oder sprachlicher Zeichen konkret (linguistische Pragmatik) untersucht.« (Quelle: Wikipedia)
Pragmatik ist modern und kantig. Die Groteskschrift von Christopher Stahl enstand 2010 als Abschlussarbeit an der htk – Hamburger Technische Kunstschule. Sie umfasst sechs Schnitte – davon drei Kursive. Jeder Schnitt erhielt 350 Zeichen mit Alternativlettern und jede Menge OpenType-Funktionen. Pragmatik ist zugleich die erste kommerziell vertriebene Schrift von Christopher Stahl, die sogar auf dem ADC Nachwuchswettbewerb 2011 ausgezeichnet wurde. Dies mag genug Grund zu sein, die Schrift auch als »Font of the Week« auszuzeichnen.
Und nun kommt’s: Extra für die Nominierung auf TYPOLUTION gibt es für kurze Zeit (bis 04.12.2011) 20% Nachlass auf die Pragmatik-Schriftfamilie bei MyFonts.com.
Schnitte
Die Pragmatik umfasst sechs Schnitte: Light, Light Italic, Regular, Italic, Bold und Bold Italic.
Echte Kursive
Nicht technisch kursiv gestellt! Das nahm der Fontdesigner bei der Erstellung der kursiven Variante wörtlich. Der Italic-Satz wurde perfekt aufgearbeitet, indem einzelne Letter komplett neu geformt wurden.
OpenType-Funktionen
Versal-, Mediävel- und Tabellenziffern: die Pragmatik beherrscht sie alle drei. Zudem ist sie mit sieben Ligaturen – und 16 erweiterten Ligaturen – vertraut. Alternative Formen zu Eszett und Umlauten sind der Pragmatik ebenso bekannt.
Stilistische Alternativen
Alternative Glyphen sind beliebter wie eh und je und somit mittlerweile fast ein »Muss« für jede gut ausgebaute Schrift. Pragmatik hält Alternativen zum kleinen »a« und Schablonenartige Letter zu »i«, »j« und »l« bereit. Auch »Eszett-Nerds« kommen mit einer historisch altdeutschen Form des Eszetts ebenso auf ihre Kosten.
Ligaturen
Sieben Standard-Ligaturen und 16 weitere bedingte Ligaturen füllen ebenso den Zeichenvorrat.
Font-Designer: Christopher Stahl
Font of the Week 40.2011: Akko
Akko ist eine neue Schrift von Akira Kobayashi. Kobayashi ist Type Director bei Linotype und hat nach den Überarbeitungen von Schriftklassikern wie Avenir, Frutiger oder Optima nun seine eigene neue Schriftfamilie fertiggestellt. Akkos Name ergibt sich übrigens aus den beiden Anfangsbuchstaben seines Vor- und Nachnamens.
Schnitte von dünn bis fett, bis hin zur runden.
Akko ist eine industrielle Schrift, wie sie auch von Linotype selbst betitelt wird. Zusätzlich zum Grundschnitt, gibt es die Akko auch in der Rounded-Version. Diese wiederrum gibt es in den Schnitten Thin, Light, Regular, Medium, Bold und Black. Für alle Stärken ist der passende Italic-Schnitt verfügbar. Diese unterscheidet Linotype nochmals unter Pro- und Std-Version. Pro unterstützt 33 Sprachen, die Std-Version lediglich 21. Die Akko wird zudem im Format OT CFF und OT TTF vertrieben. Beide sind plattformunabhängig.

Kobayashi sieht sein Werk Akko als eine Mischung aus DIN Next und Cooper Black. Verschmelzen beide, so könnte die Akko Rounded ein Zwischenstück füllen.
Lesbarkeit und Charakter.
Akko soll besonders die Lesbarkeit vereinfachen. Kobayashi legte somit viel Wert auf eine gute Ausarbeitung der Punzen. Diese sind in den Schnitten groß und klar geöffnet.

Ligaturen mit deutscher Sprachunterstützung.
Neben den klassischen Ligaturen und den historischen ct- und st-Ligaturen wurde der Akko auch Ligaturen für den deutschen Sprachraum spendiert. So liegen Ligaturen für ch, ck und sch bei.

(Hier aufgeführte Funktionen und Inhalte im Zeichensatz können sich von Pro- zur Std-Version unterscheiden!)
Designer: Akira Kobayashi
Foundry: Linotype
Font of the Week 39.2011: CamingoDos
Jan Fromm studierte Kommunikationsdesign in Potsdam. Zu dieser Zeit erkannte er, dass Typografie/Schrift ein wichtiger Bestandteil von Grafikdesign/Kommunikationsdesign ist. Resultierend daraus, arbeitet er seit 2003 als freiberuflicher Schriftendesigner. Eines seiner Werke ist die Camingo, die bereits 2006 veröffentlicht wurde. CamingoDos ist quasi das »Update« der Camingo.
CamingoDos ist eine Serifenlose, die vorwiegend für den Einsatz im Editorial und Corporate Design konzipiert ist. Während der Entwicklung standen zwei Aspekte im Vordergrund: Einserseits eine gute Lesbarkeit im Mengensatz, andererseits ein kraftvoller Charakter für Überschriften. CamingoDos ist somit in »kleinem« und »großem« Einsatz immer gut einsetzbar.
Die überarbeitete Version CamingoDos erhielt zusätzlich Condensed- und SemiCondensed-Schnitte. Die schon zuvor gut ausgebaute Schrift wurde somit durch ein Vielfaches erweitert, was sie zusätzlich sympathischer für den Einsatz von Corporate Designs macht. Immerhin 42 Schnitte (davon sieben Strichstärken) kommen bei dem geschnürten Paket zusammen. Zeichensatz-mäßig wird noch zwischen der Standard- und der Pro-Ausführung unterschieden. Jan Fromm hat auch an den Einsatz in einem gesamten Unternehmen gedacht: Die »abgespeckte« Office-Version der CamingoDos wird mit 4 Schnitten für 144 Dollar angeboten.
Einzelne Funktionen der CamingoSans (Funktionen sind abhängig von Std- und Pro-Paket)
Sehr beliebt: Alternative Buchstaben für das a, g und y (Funktionen sind abhängig von Std- und Pro-Paket)
Crossmedial kann der Font auch als Webfont über Typekit gehostet werden. Das Rundum-Sorglos-Paket der gut ausgebauten CamingoDos ist entweder über MyFonts, Fontshop, Linotype erhältlich (Office-Font nur über MyFonts). Die einzelnen Preismodelle sind dort einsehbar.
Designer: Jan Fromm
Foundry: Jan Fromm
Font of the Week 38.2011: Fago
Schon bereits im Jahr 2000 veröffentlichte Ole Schäfer sein Font-Meisterwerk Fago, das mittlerweile zur einer sehr guten ausgebauten Schriftfamilie herangewachsen ist. Die Schnitte reichen beginnend vom Basic-Schnitt über Condensed und Extended. Zudem gibt es die Correspondence-Variante in Sans und Serif. Zeichenmäßig unterscheidet man die Fago zudem zwischen OpenType Standard und Pro. Zudem ist die Fago auch crossmedial für den Büro-Einsatz (Office-Font, TrueType) und als Webfont (EOT, WOFF) einsetzbar. Nur noch die fehlende Monospace-Variante würde fehlen, wenn es diese nicht bereits geben würde: Fago Mono findet ebenso seinen Gebrauch (zum Beispiel beim Einsatz der TYPOLADE).
Schnittchen vom Feinsten.
Regular, Medium, Bold, Extra Bold und Black sind die Basis-Schnitte der Fago. Diese Ausführung gibt es zusätzlich als Condensed- und Extended-Variante. Zudem liegt für alle Stärkevarianten ein Italic-Schnitt vor. Vielleicht wird auch aufgrund der großen Schriftfamilie auch das Bedürfnis an einen Light-Schnitt befriedigt.


Im Einsatz erfolgreich.
Aktuell ist die Fago für Werbezwecke noch recht »unverbraucht«. Zwar findet die Fago eher ihren Platz im Designbereich, jedoch meistert sie die Werbung ebenso gut, was man am Beispiel vom Energieanbieter »lekker-energie« (ehemals NU.ON) erkennen kann. Im Gegensatz zu anderen Fonts, ist die Fago tatsächlich hier selten gesehen.

Fakten zur Fago.
Font-Designer: Ole Schäfer
Font-Foundry: FontFont
Font of the Week 37.2011: TJ Evolette A
»TJ Evolette A ist experimentell, elegant und klar.« So steht es in der Beschreibung von den Designern Timo Titzmann und Jakob Runge. Und diese Aussage kann nur bestätigt werden. Die TJ Evolette A ist eine geometrisch konstruierte Versalschrift mit einem untypischen Umfang an alternativen Buchstabenvarianten. Jede Position im Alphabet bietet ein extravagantes Alternativzeichen und bietet somit jede Menge »Spielraum«. Richtig komibiniert ergibt sich ein schönes typografisches »Schriftbild«.
Die Form erhielt die TJ Evolette A durch die Interpretation und Herleitung von Art Déco und Runenschriften. Schon alleine diese Mischung verspricht individuelle und experimentelle Typografie.
In den Genuss der außergewöhnlichen TJ Evolette A kamen im Mai bereits alle Besucher bei der Reloaded-Woche von TYPOLUTION. Exklusiv wurde dort der Font 5-mal an glückliche Gewinner verteilt. Die Resonanz auf die Typo war so enorm, dass sich die beiden Designer Titzmann und Runge den »Font of the Week 37.2011« absolut verdient haben.
7 Schnittchen sind es geworden.
Von Hairline bis Bold: Immerhin 7 Schnitte gibt der Font her. Hairline, Thin, Extra Light, Light, Book, Normal und Bold unterstützen das OpenType-Format mit jeweils 446 Zeichen. Für die Nutzung von mittel-, ost- und westeuropäischer Typo ist der Font ebenso bereit.
Varianten, Glyphen und Stylistic Sets.
Durch die OpenType-Programmierung lassen sich die Standardzeichen schnell gegen die beiden »Stylistic Sets« der Alternativzeichen auswechseln. Natürlich kann auch auf die Glpyhen-Palette in allen professionellen Programmen zugegriffen werden. Hier ein Auszug:
Faire Nutzung sollte fair belohnt werden.
Der Light-Schnitt ist für nicht-kommerzielle Nutzung und Testzwecken kostenlos downloadbar. Sympathisch! Für nicht-kommerzielle oder studentische Zwecke ist der Font komplett kostenlos. Noch sympathischer! Für so viel Sympathie, die man nun mit der TJ Evolette A teilt, sollte man die beiden Designer jedoch belohnen und den Font käuflich erwerben. Unter dem Label 26+ stehen alle Schnitte für je 30 Dollar auf MyFonts.com als Download zur Verfügung.
Fakten zur TJ Evolette A.
Font-Designer: Timo Titzmann, Jakob Runge
Font-Foundry: 26+
Font of the Week 36.2011: Fedra Sans/Serif
Die Fedra Sans hatte einen schweren Weg hinter sich, bevor sie überhaupt erst erschien. Zu Beginn ihrer Schaffung wurde sie für das Unternehmen Bayrische Rückversicherung entworfen. Aber als das Unternehmen von einem größeren Konzern übernommen wurde, schien es das Ende eines neuen Fonts zu sein. Von Wegen. Die Designer entschieden sich die Fedra Sans weiterzuentwickeln. Doch die Motivation schien schon bald wieder gebrochen: Denn nach vielen langen Arbeiten an der Schrift wurde im Designstudio eingebrochen. Es wurden sämtliche Computer und Backup-Systeme entwendet. Somit auch alle digitalisierten Arbeiten der Schrift. Für viele ein K.O.-Kriterium, für die »Macher« jedoch nicht. Proportionen, Design, Laufweite und Optik wurden nochmals komplett überdacht. Das Resultat: eine noch bessere ausgearbeitete Schrift zuvor. Sie kann nun mit technischen Highlights und typografischen Raffinessen punkten.
Ligaturen, Mediävelziffern, Tabellenziffern, Bruchziffern, Symbole und Piktogramme schmücken ein reichhaltiges Schriftenpaket. In 5 Stärken kann die »Sans«-Variante eingesetzt werden. Besondere Merkmale der Fedra Sans sind der diagonale i-Punkt, das lange f, das geschwungene k oder das offene b. Die Display-, Screen-, Alternate- und Condensed-Varianten formen ein großes Paket. Zusätzlich hierzu gibt es die serifenlose Fedra Hindi und Fedra Arabic. Die Fedra Mono mich Schreibmaschinenserifen bildet den Übergang zur schönen Fedra Serif. Sie ist perfekt als Kombination mit der »Sans« einzusetzen. Jedoch ist sie charakterstark genug, um auch alleine oder mit anderen Typos zum Einsatz zu kommen. Schon alleine die etlichen &-Zeichen verdeutlichen die spektakulären Typo-Schmankerl in der Fedra Serif. Seit dem erscheinen in 2001 (Fedra Sans) bzw. 2003 (Fedra Serif) mussten nun die Werke von Peter Bil’ak lang genug auf ihre Auszeichnung zum »Font of the Week« warten – jedoch aber auch wohlverdient.
Sans und Serif
Fedra gibt es sowohl als Serif- und Slab-Serif-Variante. Ebenfalls dazu: die passenden Italic-Schnitte.
Echte Kapitälchen
Alle Versionen und Schnitte der Fedra sind mit »echten« Kapitälchen ausgestattet.
Formvarianten
Gefallen einem einzelne Buchstaben nicht, oder möchte man ausreichend Abwechslung schaffen, so bietet die Fedra die sogenannten Formvarianten. Über die OpenType-Funktion können alternative Letter wie g oder f ausgewechselt werden. Zudem gibt es das Q mit größerem Schwung oder viele etliche &-Zeichen in der Fedra Serif.
Ligaturen
Nicht jede Schrift kann mit so vielen Ligaturen wie die Fedra punkten. Sie bietet sowohl die klassischen, zusätzlichen und bedingten Ligaturen. Fast alle Ligaturen gibt es auch für die Formvarianten.
Gestaltete Ziffern
Möchte man Ziffern im Kreis oder mit Linie oben/unten nicht in einem Layoutprogramm selbst gestalten, so bietet die Fedra in ihrer Glyphenpalette solche Ziffern. Übersteigt man die vorgegebene Ziffernkreise, so lassen sich mit einzelne Module zusätzliche Ziffernkreise erstellen.
Piktogramme
Wingdings, Webdings und Co. – Fedra Sans und Fedra Serif wurden jeweils mit eigenen Piktogrammen ausgestattet. Diese können beim Arbeiten als sehr praktisch erweisen.
Ziffernvarianten
Ziffernpaket komplett: Proportionale Ziffern und Tabellenziffern sind jeweils als Mediävel- und Normalziffernform vorhanden.
Fakten zur Fedra.
Font-Designer: Peter Bil’ak
Font-Foundry: Typoteque
Font of the Week
Ein Versprechen wird realisiert. »Font of the Week« gibt es nun in neuer Form. Ab sofort wird der »ausgezeichnete« Font näher beleuchtet. Zudem erhält jeder »Font of the Week« ein ehrenwürdiges Label. Dieses Label darf der Designer oder die Foundry auf ihrer Website kommunizieren. Bestehende Berichte werden erneuert. Ab Freitag, den 09.09. gibt es dann jede Woche die kleine »Kührung« einer Schrift. Designer oder Foundrys dürfen ihre eigene Schrift nominieren, indem Sie Details direkt an ben@typolution.de senden.
Neuer Stern am Himmel: »Pluto«
Pluto – ein oft vergessener entfernter Stern am Himmel. Nun nicht mehr: Pluto ist nämlich ab sofort ein neuer Stern am Typo-Himmel und kürt sich diese Woche zum »Font of the Week«.
Pluto stammt aus der Feder von Hannes von Döhren und erscheint unter seinem eigenen Label HVD Fonts. Sein neuer Font erscheint in 16 Schnitten: Thin, Extra Light, Light, Regular, Medium, Bold, Heavy und Black. Mit den jeweiligen Italic- und Condensed-Versionen schnürt sich ein großes Font-Paket. Die Optik vermittelt eine charmante und verspielte Ader, als auch die genügende Kompetenz für den Einsatz von hochwertigen Produkten und Layouts. Typografische Raffinessen, wie alternative Letter und Bruchziffern, erweitern und komplettieren den Einsatz unterschiedlichster Design-Projekte. Die große Sprachunterstützung ist ein Plus für jegliche Adaptionen für den mittel-, ost- und westeuropäischen Raum.
Schnitte: Thin, Extra Light, Light, Regular, Medium, Bold, Heavy, Black (+ Italic und Condensed)
Font-Designer: Hannes von Döhren
Font-Foundry: HVD Fonts
Geogrotesque
Eduardo Manso entwarf die Geogrotesque – eine geometrische und technische Schrift, die mit 14 Schnitten aufwartet. 2008 erschien sie unter der Emtype Foundry. Einerseits wirkt sie in ihrer Form sehr kantig, andererseits weisen die Ecken leichte Abrundungen auf. Somit wirken vor allem die fetten Schnitte nicht aggressiv und spitzkantig. Zu allen 7 Gewichtungen der Geogrotesque gibt es einen zusätzlichen Italic-Schnitt, der zum Beispiel das kleine »a« mit geschlossener Form beinhaltet.
Technische Schriften haben keine Gefühl für typografische Feinheiten? Von Wegen: ein weiterer Pluspunkt sind nämlich die enthaltenen Ligaturen.
Das Komplettpaket mit allen Schnitten ist bereits für 229 € erhältlich. Und wem die 7 Stärken und 14 Schnitte nicht genug sind, auf dem wartet die Geogrotesque Stencil mit unterbrochenen Lettern.
Schnitte: Thin, Ultra Light, Light, Regular, Medium, Semibold, Bold (+ Italic)
Font-Designer: Eduardo Manso
Font-Foundry: Emtype Foundry
»FF Strada« – zum Diamanten feingeschliffen
Die »FF Strada« stammt von Albert Pinggera aus dem deutschsprachigen Teil Südtirols. Was Anfangs nur für eine Diplomarbeit geplant war, wurde später in die begehrte FF-Bibliothek aufgenommen. Mittlerweile umfasst »FF Strada« einen gut ausgebauten Satz an Schnitten, die zudem typografische Kapitälchen und Condensed-Schnitte aufweisen kann. Ebenso können die Italic-Schnitte mit ihrem eigenen Charakter punkten. Zusätzlich bietet sie auch Tabellenziffern und weitere typografische Gimmicks, die sich ideal für den Einsatz in Corporate Designs eignet.
2003 wurde die »FF Strada« sogar vom TDC zum Sieger gekürt. 2011 nun zum bescheidenen »Font of the Week«. Als Webfont ist sie jedoch nicht erhältlich. Aber da Fontshop International aufwändigst ihre Schriften für das Web aufbereitet, darf man sich sicherlich noch auf einen Erscheinungstermin als WOFF- oder EOT-Datei freuen.
Ab sofort wird der »Font of the Week« mit dem Diamanten unter den Fonts ausgezeichnet.
Schnitte: Light, Regular, Semibold, Bold, Black, Condensed Light, Condensed, Condensed Semibold, Condensed Bold, Condensed Black (+ jeweils Italic)
Font-Designer: Albert Pinggera
Font-Foundry: FontFont
Quadratisch, praktisch, gut: »Square Sans Pro«
Der Designer Panos Vassiliou entwarf die »Square Sans Pro« aufgrund seinem Verlangen nach einer quadratisch anmutenden Schrift, die durch Einfachheit und zugleich auch mit eigener Identität überzeugen kann. Das tut sie auch. Sie wirkt modern, aber auch zeitlos und charakteristisch. Die technische Formen der einzelnen Letter und die sympathischen Formen und Abrundungen lassen sie in ihrem Zwecke kaum eingrenzen.
Die zwölf Schnitte unterstützen 19 spezielle OpenType-Features, wie z.B. Kapitälchen, Brüche und Ordinalzahlen. Zudem bietet der gut ausgebaute Font mehrsprachige Unterstützung. Abgerundet wird der Zeichensatz mit 270 Symbole. Alles was ein OpenType-Font hergeben kann, erfüllt die »Square Sans Pro«. Besonders eignet sie sich für Editorial Design oder als Corporate Font.
Schriftschnitte: Thin, Thin Italic, Light, Light Italic, Regular, Italic, Medium, Medium Italic, Bold, Bold Italic, Extra Black, Extra Black Italic
Font-Designer: Panos Vassiliou
Font-Foundry: Parachute
Font der Woche im Juni: »New June«
Hubert Jocham, ein erfolgreicher Type-Designer, veröffentlichte bereits 1999 die »June«, die heute zum »Font of the Week« gekürt wird. Nach fast 12 Jahren überzeugt sie immer noch mit beständigem frischem Design. In unglaublichen 11 Schnitten (und weiteren 11 Italic-Schnitten) gehört dieser Font wohl zu einer der größten ausgebauten Schriftarten. Eine Serif-Version der »June« befriedigt sogar noch den Wunsch nach einer Antiqua. Die »New«-Version der »June« liegt als OpenType-Version mit 238 Glyphen vor. Zudem ist sie über MyFonts.com auch als Webfont nutzbar. Der Preis für »New June«: 39 Dollar pro Schnitt (die Webfont-Lizenz zusätzlich 39 Dollar pro Schnitt)
Schnitte: Thin, Fine, Light, Book, Regular, Medium, Semibold, Bold, Heavy, Extra Bold, Ultra Bold
Font-Designer: Hubert Jocham
Publisher: Hubert Jocham Type
Webfont-Service: MyFonts.com
Nominiert für den Designpreis Deutschland: »Hellschreiber«
Es war einmal die Courier… Ja genau – es war einmal. Die Courier war eine Monospace-Schrift. Die Charakteristik einer Monospace- oder Schreibmaschinenschrift ist, dass alle Zeichen im Glyphenspektrum dieselbe Zeichenbreite haben. Sprich das M ist genauso breit wie ein I. Somit wurde das M in den vorgegeben Raum gequätscht, indem wiederum das I fast verloren ging und somit immer betonte Serien bekam.
Heutzutage werden existierende Schriften auch als Monospace-Variante angeboten. Beispiel hierfür sind die »TheSans Mono« oder die »DIN Mono«, dessen Ursprung aus der »TheSans« und »DIN Next« stammt. Jörg Schmitt dachte jedoch andersherum. Er gestaltete eine Schrift mit Monospace-Anmutung, die jedoch in ihrer Zeichenbreite individuell ist. Was uns die »Officina« schon bewies: es funktioniert – und das auch noch erfolgreich.
Somit wurde die »Hellschreiber« geboren. Jörg Schmitt entwarf sie als Sans- und Serif-Variante. Beide Versionen gibt es in den Stärken Light, Medium und Bold. Jeweils davon auch einen Italic-Schnitt. Angeboten wird der Font über den Anbieter Gestalten Fonts und kostet pro Schnitt 45 EUR – das ganze Paket einer Sans oder Serif für 216 EUR.
Dass die »Hellschreiber« gut ankommt, beweist momentan die Nominierung für den Designpreis Deutschland 2011. Hier werden die formschönsten Designs gekürt. Da wünsch ich Jörg Schmitt viel Erfolg, dass seine »Hellschreiber« auch wirklich gekürt wird. Das Zeug dazu hat sie jedenfalls und ist somit der »Font of the Week«.
Hellschreiber Serif
Hellschreiber Sans
Mehr Details gibt es in folgenden PDFs.
• Hellschreiber Serif
• Hellschreiber Sans
Schnitte: Sans und Serif (Light, Light Italic, Medium, Medium Italic, Bold, Bold Italic)
Font-Designer: Jörg Schmitt
Font-Foundry: Gestalten Fonts
Engel Sans und Serif
Unter »Gestalten Fonts« ist die Font-Familie »Engel New Sans« und »Engel New Serif« von Sofie Beier, einer dänischen Font-Designerin, erhältlich. Die »New«-Version ist ein Update der bereits bestehenden Schrift »Engel«. Diese ist nun erweitert, verbessert und im OpenType-Format erwerblich. Zusätzlich kam auch die Serif-Version dazu und rundet die Schriftfamilie zu einem sehr brauchbaren Font ab.
































