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TypoJournal 3: Out now!
Die dritte und neue Ausgabe des TypoJournals ist erhältlich. Seit dem 13. Dezember steht das Magazin bzw. Fachbuch von insgesamt 112 Seiten für 8,50 Euro zum Verkauf. Inhaltlich ist das Journal ein starkes Stück.
Diesmal befasst sich das TypoJournal mit Schrift, Sprache und Design, die dem fortwährenden Wandel unterworfen sind. Sind Anglizismen ein Zeichen für den Verfall der deutschen Sprache? Welche Rolle spielen Handschrift, Bleisatz und Buchdruck noch in der digitalen Gesellschaft des 21. Jahrhunderts? Sollte man die deutsche Rechtschreibung einfach so von heute auf morgen ändern und kann man einfach einen neuen Buchstaben wie das große Eszett einführen und durchsetzen? Mit diesem Thema beschäftigen sich folgende Artikel:
– Ist die deutsche Sprache vom Verfall bedroht? Prof. Dr. Rudi Keller
– Schriftmuster im Wandel. Henning Krause
– Bleisatz und Buchdruck im 21. Jahrhundert. Martin Z. Schröder
– Der Antiqua-Fraktur-Streit im 21. Jahrhundert. Ralf Herrmann
– Eine Kursive für die Fraktur. Joshua Krämer
– Die Berliner Verkehrsbetriebe im Wandel der Zeit. Lars Krüger
– Das Eszett, eine scharfe Type. Nadine Roßa
– Das Eszett kommt endlich groß heraus. Ralf Herrmann
– Corporate Design im Umbruch. Kathrin van der Merwe
– Papiernormen: Raumnot und Weltformat. Thomas Maier
– Das typografische Manifest. Emanuelle Typographique
– Sie haben Ihr Ziel erreicht. Das Ende des Kartenlesens. Ralf Herrmann
– Fingerübungen bei marke.6 in Weimar. Severin Wucher
Umfang: 112 Seiten, durchgehend farbig
Format: A4
Preis: 8,50 Euro (inkl. 7 % MwSt. und zzgl. Versandkosten)





Typo dreidimensional
»The 3D Type Book« ist ein 240-seitiges Buch mit rund 1300 Bildern/Illustrationen, das Typografie in realer Form präsentiert. Das Buch mit beeindruckenden Beispielen stammt von den Autoren FL@33, Tomi Vollauschek und Agathe Jacquillat und erschien im Verlag Laurence King Publishing. Das englischsprachige Werk ist zum Beispiel auf Amazon für akzeptable 19,95 € erhältlich.
Dmig 8
»Denken ist der Antrieb jedes Menschen, nur wer denkt kann menschlich handeln. Es wird durch Gefühle, Situationen, Eindrücke oder Personen ausgelöst, oder es entwickelt sich abstrakt. Denken ist notwendig und vor allem in Design und Werbung wichtig.« So beschreibt Dmig die achte Ausgabe mit dem Titel »Denken«. Die Herausgeber und Chefredakteure Nadine Roßa und Patrick Marc Sommer haben wieder ein Wunderwerk an Inhalten zusammengeführt. Unter anderem ist ein Interview mit Thomas und Martin Poschauko über die »Nea Machina« enthalten. Die Brüder waren bereits schon Speaker auf der TYPO BERLIN 2011. Ein weiteres Thema liefert Buchgestalter und Typograf Johannes Steil. Zudem führten Sommer und Roßa ein Interview mit Michael Blomeier, Christian Lessing und Fritjof Wild über das Informations- und Orientierungssystem der staatlichen Schlösser, Burgen und Gärten des Landes Sachsen.
Ein »Schmankerl« (bayrisch für: »etwas Erheiterndes«) liefert Alessio Leonardi mit einer illustrierten Geschichte über das Thema »Denken«, die er ebenso bereits auf der letztjährigen TYPO BERLIN vorstellte.
Gestaltet wurde das 92-seitige Werk übrigens von Dirk Büchsenschütz.
Und nun darf ab 11 Uhr gelesen und gestöbert werden: Hier der Link für die achte Ausgabe des Dmig8. Zum Meckern gibt es leider nichts. Und der Preis von 0 Euro ist ebenso unschlagbar.
Zweitausendzwölf. Jetzt vormerken und gratis Wandplaner sichern
Bald ist es schon wieder soweit. Die Lebkuchen und der Christstollen stehen jetzt schon zum Ausklang des Sommerurlaubs rechtzeitig in den Regalen der Supermärkte. Somit weiß man, in 3 Monaten ist es soweit: Weihnachten! Und meist ganz schnell und überraschend folgt auch schon das neue Jahr. Das bedeutet auch, dass der neue TYPOLUTION-Terminplaner erscheint.
122 Seiten (komplett in Farbe) auf 135 g/m2-starkem mattem Bilderdruckpapier (optional auch als 100 g/m2-starken Offsetpapier). Jede Woche erhält Platz auf einer kompletten Doppelseite. Zudem gibt es eine 4-seitige Jahresübersicht. Der Planer hat im geschlossenen Zustand das praktische A5-Format und lässt sich mittels einer schwarzen Ringbindung bequem umblättern und öffnen. Als »Schmankerl« gibt es noch 4 Seiten Typo-Gedächtnisstützen.
»Zweitausendzwölf« als Terminplaner ist für 26,40 € (+ 5,95 € Versandkostenpauschale, Versand via DHL) erhältlich. Wer sich jetzt schon vormerken lässt, erhält einen kostenlosen Wandplaner (DIN A3) als »Goodie« umsonst* dazu. Die offizielle Bestellung erfolgt über ein Service der wissenmedia GmbH und kann per Kreditkarte, Lastschrift oder PayPal-Account beglichen werden. Den Bestell-Link gibt es, sobald die Vormerk-Aktion beendet ist. TYPOLUTION berechnet keinen Gewinn. Die Kosten entstehen ausschließlich aus dem Print-on-Demand. Da der Planer momentan nicht vorrätig gedruckt werden kann, gibt es somit auch keine Kostenreduzierung im Druck. Vielleicht im nächsten Jahr, sofern der Kalender 2012 genug Eigentümer findet.
* Der kostenlose Wandplaner wird erst bei der tatsächlichen Bestellung versendet. Die Bestellquittung kann als Scan eingesendet werden. Einen Wandplaner erhalten nur diejenigen, die sich via Kommentar (Angabe der E-Mail-Adresse, die nicht veröffentlicht wird) hier im Artikel als vormerken lassen.
Buch vs. App
»Vom Herzen: print.« Ich liebe es bei Layouts/Designs mit der Hand über das Papier zu streichen und die Erhöhungen der gedruckten Lettern zu spüren. Farbe und typografische Feinheiten, die liebevoll auf der Seite platziert wurden kann ich genüsslich auf mich wirken lassen. Erst nach und nach nimmt mein Auge die Charakteren der Typografie war. – Das bedeutet: »Vom Herzen: print.« – Ich bin begeisterter »Printler«, auch wenn ich neueren Medien wie Websites usw. extrem positiv entgegenblicke. Web-/Screendesign habe ich ebenso lieben gelernt – und dessen neuen Möglichkeiten der Gestaltung. Doch vorallem jetzt, als Websites, Banner, Communitys, Onlinemarketing so über die Strenge schlagen, sehnen sich viele – einschließlich mich – wieder an Printprodukte zurück. Das Gerücht, das Bücher und gedruckte Zeitschriften »aussterben« ergab sich als Fehlanzeige. Ein Großteil arbeitet tagsüber ständig am Computer und ist somit Abends PC-erschöpft. So ist die Sehnsucht nach einem Relax-Abend mit einer schönen Zeitschrift oder Buch umso größer.
Jedoch ist es nicht immer möglich Informationen, Wissen oder Neuigkeiten nur auf einem Medium zu transportieren. So wäre es fast ein logistisches oder kostenmäßiges Unding meinen Blog in gedruckter Form als Rundschreiben zu versenden. Ebenso könnte die Bild-Zeitung nicht sofort auf brandaktuelle Geschehnisse reagieren und müsste quasi bis auf den nächsten Tage warten, um seine Leser zu informieren. Zeitungen, Verlage oder Nachrichtendienste können auf beide Kanäle informieren: print und non-print. Aber wie im Falle meines Blogs wäre eine doppelte Nutzung nicht möglich. So erging es auch dem legendären »FontBook«. In gedruckter Form beinhaltet es über Jahre hinweg an die 32.000 Schriften von 90 Bibliotheken auf 1760 Seiten. Ein Sammelsurium an einer Vielfalt von Schriften. Fast sieht es so aus, als wären alle erhältlichen Schriften erfasst… Von wegen!
32.000 Schriftarten sind nur ein Bruchteil von der aktuellen Masse an Schriften. Fontklassiker bleiben zwar einerseits bestehen, jedoch kommen auch täglich neue und hervorragende Schriften hinzu. Man müsste das gedruckte »FontBook« als Buchserie mit noch mehr Schriften drucken. Aber auch quasi ständig aktualisieren. Doch wer könnte sich dieses Nachschlagewerk von je 99 EUR leisten, wenn er davon mehrere Bände benötigen würde? Wohl nur wenige leidenschaftliche Designer.
Der Herausgeber FontShop International musste für den Erhalt des »FontBooks« somit einen konsequenten Schritt wagen, um das Überleben des Nachschlagewerks nicht zu gefährden. In Form einer iPad-App kann das Werk in 524 MB rund 620.000 Schriftmuster beinhalten. Das sind mindestens 19-mal mehr Schriften als im zuletzt gedruckten »FontBook 4«. Im Offline-Modus lassen sich somit Schriften in verschiedene Muster und Kategorien einsortieren und auch auffinden. Endlich hat es FontShop International geschafft den Großteil aller aktuellen professionellen Schriften zu erfassen. Ein gewagter Schritt. Zwar kostet die App fast bedeutungslose 4,99 EUR, jedoch besitzen nicht alle ein iPad bzw. möchten es auf ihrem iPad nutzen. Ist dieser Wechsel zu verfrüht? Die Diskussionen im Web sind kontrovers.
Verfrüht? Ja. Unumgänglich? Ja. Hätte FontShop nicht diesen Schritt gewagt, wäre trotzalledem wohl nie ein gedrucktes »FontBook 5« erschienen. Was hätte es für einen Sinn gehabt? Welche Schriften hätte man ausgewählt? Hätte FontShop als Vertrieb zwischen gute und schlechte Schriften entscheiden können? Hätte man sich für eine Buchserie entscheiden müssen? Sicherlich sind gedruckte Schriftmuster für den gewollt-gedruckten Einsatz die beste Lösung. Jedoch ist die realistische eine andere.
Fazit: Das »FontBook« als App wird kontrovers diskutiert. Begründet. Jedoch war der Schritt unumgänglich und wohl auch die logischste Lösung. Vielleicht kann die iPad-Version auch als Mac-App transportiert werden, um noch mehr Gestalter und Font-Liebhaber zu erreichen. Jedoch denke ich schon jetzt, dass die App mehr Gestalter erreichen wird als die gedruckte Version.
Das ABC in 3D
Das ABC rückwärts, das ABC in den Sand gemalt, das ABC auf einem Font-Factseet. Und nun: das ABC in 3D. Und das ganz ohne 3D-Brille. Das Pop-Up-Buch von Marion Bataille zeigt 26 Letter die aus dem Buch herausspringen, sich bewegen oder auseinanderklappen. Bataille ist Autorin und Grafik-Designerin aus Paris und veröffentlichte dieses typografische Werk bei Roaring Brook Press.
PS: TYPOLUTION.de hält für diesen Artikel eine Überraschung parat. Also fleißig kommentieren, Facebook posten, twittern oder regelmäßig vorbeischauen. Es wird sich lohnen.
Dieser YouTube-Film zeigt alle Buchstaben:
Der typografische Nachwuchs: Typoversity
»Typoversity« ist ein Buchprojekt herausgegeben von Andrea Schmidt, Patrick Marc Sommer und Nadine Roßa, die das Scharfe-s genauso liebt wie ich. Auf 240 Seiten präsentiert »Typoversity« aktuelle typografische Projekte aus Ausbildung und Studium. Es verrät, motiviert und begeistert zugleich. Der Inhalt des Buches setzt auf Qualität typografischer Grundlagen und der Experimentierfreudigkeit der erwähnten Schriftendesigner.
Fonts in Focus 8
Die neue »Fonts in Focus« von Linotype/Monotype/ITC ist erhältlich. Für wieder 3,57 EUR ist diese im Online-Shop von Linotype erhältlich. Verschiedene Schriftvorstellungen und das Hauptthema »Wie man mit Schrift Marken macht« füllen die aktuelle Ausgabe. Bei wem das haptische »Erlebnis« keine Rollen spielt kann sich die Seiten auch kostenlos in der Online-Publikation anschauen: Fonts in Focus 8 (Online-Publikation).
Die neue typoPAGE
Zwar ist die typoPAGE schon vor einiger Zeit erschienen, jedoch lohnt sich eben nochmals ein Hinweis die typoPAGE mal genauer zu betrachten. Die aktuelle Sonderausgabe der Mutterzeitschrift PAGE umfasst 196 Seiten im netten A5-Pocket-Format.
Themenauszug aus der aktuellen Ausgabe:
• Gute Typo – Schlechte Typo: Profis erläutern Beispiele.
• Schriftalternativen zu bekannten Klassikern.
• Schriftvorstellungen der DB Type, Meta Serif, Neue Frutiger oder Palatino Sans.
Die aktuelle Ausgabe kostet im Handel 14,95 EUR. Bei der Onlinebestellung über den Ebner Verlag entfallen die Versandkosten!
Ein Magazin für »uns«
Ralf Herrmann, Autor und Gründer von typografie.info, hat bereits zum zweiten Mal das Magazin für Typointeressierte herausgebracht. »TypoJournal« nennt sich das Heft für die Typografie-Community. In jeder Ausgabe widmet sich Herrmann mit anderen Autoren einem Thema: In der noch aktuellen Ausgabe haben sich zum Beispiel Erwin K. Bauer, Tim Ahrens oder das büro uebele aus Stuttgart dem Thema »Wayfinding und Lesbarkeit« gewidmet. Exklusive Artikel berichten über Lesbarkeit, Funktionalität und dem Einsatz in der Praxis. Das schöne Layout lässt genug Platz für die einzelnen Fotostrecken und Schriftbildern. Auf 96 Seiten geben die Macher unter anderem Einblick über das Leit- und Orientierungssystem der Messe Stuttgart, Straßenbeschilderung in Irland, sowie einem typografischen Spaziergang durch Berlin. Endlich stillt ein Magazin das Verlangen nach einer regelmäßigen Publikation in deutscher Sprache.
Da das Journal keine Zeitschrift ist, kann der Inhalt nicht »verwelken« und wirkt somit schon fast Buch-artig. 8,50 Euro pro Ausgabe sind somit absolut bestens investiert, zu einem es »fast« ohne Werbung auskommt. Ausgabe 2 von Juni 2010 gibt es momentan auf fonts.info zu bestellen. Ich warte nach dem »Verschlingen« des »TypoJournals 2« schon sehnsüchtig auf die kommende Ausgabe.
Schriften im Mittelpunkt
Linotype hat das Kundenmagazin »Fonts in Focus« überarbeitet und glänzt inhaltlich und gestalterisch im neuen Gewand. Dafür setzte Linotype die Gestalter von MAGMA Brand Design ein, um dem Heft neuem Leben einzuhauchen. Das Magazin berichtet über Schriften in der Anwendung, aktuellen und neuen Schriften, sowie Innovationen in der Schriftenbranche. Linotype/Monotype/ITC kann auf einen großen Fundus an Schriften und Font-Foundrys zugreifen und nutzt das Format für die Selektierung von Bestsellern und Neuvorstellungen.
Die siebte Ausgabe spricht auch das aktuelle Thema »Webfonts« an und stellt zugleich das hauseigene Webfont-Portal webfonts.fonts.com vor. Die Winter-Ausgabe, die zukünftig in den Sprachen Deutsch und Englisch in einem Heft publiziert wird, mach Lust auf kommende Ausgaben.
Für alle Neugierigen kann das Magazin kostenlos auf der Linotype-Website betrachtet oder für 2,98 EUR bestellt werden. »Fonts in Focus« online lesen oder bestellen.




