Category Archives: Spezial
Das Spiel mit den Buchstaben: Fantasievolle Markennamen
Manche Unternehmen wie Porsche, Ferrari oder Bosch sind nicht mit solch ausgefallenen Gründer- und Eigentümernamen gesegnet, sodass diese auch als Markennamen verwendet werden können. So musste Vater und Sohn Schwarz für ihren eigenen Discounter die Namensrechte für den Nachnamen Lidl ergattern, um nicht zum »Schwarz-Markt« zu werden. Andere wiederum greifen zu Abkürzungen, um sich in der altbewährten Dreier-Kombi bekannt zu machen: die International Business Machines sind kurz IBM, die Bayrischen Motorenwerke werden BMW genannt, und TUI schimpft sich Touristik Union International.
Nicht einfallsreich genug? Andere Hersteller waren bei der Benennung ihres Unternehmens kreativer. Hier eine kleine Liste, wie man aus Kombinationen und Wortmixen von Buchstaben interessante Namen gestalten kann, die für uns alltäglich sind. Schon mal gefragt wieso Milka nur Milka heißt? Oder wieso Hanuta eigentlich Hanuta ist?
![]() |
Haribo = Hans Riegel Bonn |
![]() |
Vodafone = Voice, Data, Fone |
![]() |
EDEKA = Einkaufsgenossenschaft der Kolonialwarenhändler (E.d.K. = gesprochen E-de-ka) |
![]() |
LEGO = Leg godt (dänisch für »Spiel gut«) |
![]() |
Hanuta = Haselnusstafel |
![]() |
tesa = Tesmer Elsa (Sekretärin des Unternehmens 1908) |
![]() |
Zewa = Zellstofffabrik Waldhof/Mannheim |
![]() |
dm = Drogerie-Markt |
![]() |
nutella = nut (englisch) und ella (ital.: weiblich sie) |
![]() |
Tchibo = Tchilling und Bohnen |
![]() |
o.b. = Ohne Binde |
![]() |
IKEA = Ingavar Kamprad (Gründer) von Elmtaryd aus Agunnaryd |
![]() |
Persil = Perborat und Silikat (Hauptbestandteile) |
![]() |
kik = Kunde ist König |
![]() |
Adidas = Adi (Spitzname für Adolf) Dassler |
![]() |
Milka = Milch und Kakao |
Typo für Kinder
Da sitz ich heut morgen beim Arzt und was sehe ich da? Ein A3-Buch mit dem Titel »Der Sinufant ist krank«. Ist ja schön und gut – mag sich nun jeder denken. Aber was mich nebst der ulkigen Illustrationen erfreut, ist die Bello in der Small-Caps-Variante aus dem Hause Underware. Schließlich ist es nie zu früh, den Kindern schöne Typo beizubringen.
Arbeit und Bildung verbinden: Die Fachschule für visuelle Kommunikation bietet die Möglichkeit
Arbeit und Weiterbildung zur selben Zeit ist kein Ding der Unmöglichkeit. Oft ist es entweder aus Gründen der Zeit oder Pflicht einfach nicht möglich für mehrere Jahre seine Arbeit zu unterbrechen und Vollzeitstudent zu werden. Die Fachschule für Visuelle Kommunikation ermöglicht eine berufliche Weiterbildung und vielleicht darausfolgend ein beruflicher Aufstieg als Teilzeitstudium. Ohne aus dem Tagegeschäft aussteigen zu müssen, kann man sich kreativ weiterentwickeln: Innerhalb von zwei Jahren kann an einem Samstag und Montag die Vorlesungen an der Fachschule besucht werden. Am Ende erhält man nach erfolgreichen Prüfungen einen staatlich geprüften Abschluss.
Die Weiterbildung an der Fachschule für Visuelle Kommunikation in Stuttgart knüpft an das Fachwissen aus Berufsausbildung und beruflicher Erfahrung der Teilnehmer an. Vermittelt werden vertiefte Kenntnisse in Theorie und Praxis der Planung, des Entwurfs und der Realisation von Projekten im Bereich der visuellen Kommunikation. Typo-Freunde dürfen sich ganz besonders freuen, denn Typografie liegt der Fachschule besonders am Herzen. Mehr zum Teilzeitstudium findet ihr hier oder am kommenden Dienstag (14.02.2012) an der Infoveranstaltung. Ab 18 Uhr erhält man auf alle Fragen eine Antwort und kann sich dort direkt einschreiben. Im Raum 107 an der JGS Stuttgart findet der Info-Abend statt.
Was wurde aus der König-Bansah-Schule?
Am 15.12.2011 berichtete ich über die König-Bansah-Schule – nun sind knapp 2 Monate vergangen um nun über den Fortschritt berichten zu können. König Bansah ist seit geraumer Zeit unterwegs um seinen eigenen Stamm zu unterstützen. Er ruht sich nicht auf seinen Titel aus, sondern versucht von Deutschland aus Projekte in seiner Heimat zu realisieren.
In drei Bauabschnitten soll eine kreative und handwerkliche weiterführende Schule erbaut werden: Textilwerkstatt, Schildermalerei, Schnitzkunst, Holzwerkstatt, Metallwerkstatt und eine Kfz-Werkstatt sollen hier errichtet werden. Besonders in der Schildermalerei spielt ziervolle Typografie eine wichtige Rolle. In der sogenannten Typo-Schule werden typografische Kenntnisse vermittelt. Klingt doch super. Schließlich lieben wir Typo – und somit sollten andere auch etwas davon abbekommen.

Für den ersten der drei Bauabschnitte werden 33.000 € benötigt. Ein Viertel ist bereits geschafft. Mit 8.000 € haben bereits viele Förderer – darunter auch viele Typoliebhaber – einen ersten großen Teil dazu beigetragen. Jedoch fehlen nun die restlichen 25.000 €. Schon mal sympathisch: Eine Mindestabgabe ist nicht vorausgesetzt. Somit lässt die Aktion von König Bansah einen absoluten Freirraum, mit welcher Summe man das Projekt fördern möchte.
Wieso eigentlich eine weiterführende Schule fördern? Die ersten Jahre der grundlegenden Schulen sind kostenfrei, jedoch weiterführende Schulen nicht. Was für uns selbstverständlich sein mag, können sich dortige Familien jedoch finanziell nicht leisten. Nur durch Bildung und Weiterbildung hilft man, um sich längerfristig selbst zu versorgen.
Lange habe ich mir überlegt, wie ich dazu ermutigen könnte, das weitere Leser etwas spenden. Durch eine Verlosung durch jeden Förderer? Doch wie könnte das ermittelt werden ? Und macht man es dann noch aus voller Überzeugung? Liest euch einfach die Seite durch und lasst euch von diesem schönen Projekt überzeugen. Denkt daran, was wir selbst als selbstverständlich empfinden, und wie sehr wie unseren Beruf (der durch Weiterbildung ermöglicht wurde) lieben. Lassen wir anderen einfach daran teilhaben. Ich denke, das sollte Motivation genug sein. Wer jedoch selbst nicht die finanziellen Möglichkeiten dazu hat, kann den Link zur Spendenseite oder diesen Artikel weiterleiten.
Und hier geht es übrigens zur Informations- und Spendenseite der König-Bansah-Schule.
Hannah ist noch zu haben!
Hannah ist noch zu haben – und zwar für ein 20-wöchiges Praktikum für ihr Praxissemester. Hannah ist 22 Jahre alt und studiert im 4. Semester Design an der Georg-Simon-Ohm Hochschule in Nürnberg. Für ihr Praxissemester ist sie bereit, ganz Deutschland zu erkunden.
Ihre ganze Liebe gehört der Typografie, Type- und Grafikdesign sowie das (Hand-)Lettering. Ihre Leidenschaft sind somit die Buchstaben und die Schrift in all ihren Variationen, Anwendungsbereichen und Techniken; sowie die Gestaltung mit Schrift, beispielsweise für Editorial- oder Grafik-Design Arbeiten.
Hast Du einen Platz für die designbegeisterte Studentin Hannah, dann schreibe Ihr eine E-Mail an hannah(at)typolution.de – Sie wird Dir ihre ganz persönliche Mappe per E-Mail zukommen lassen.
Ganz Ungeduldige können einen Blick in Hannahs Blog und Behance-Profil werfen.


Advent der guten Tat: Die weiterführende Schule von König Bansah
Schon viele Jahre realisiert König Bansah – König von Hohoe Gbi Traditional Ghana und bekannt durch den sensationellen Auftritt auf der TYPO BERLIN 2010 – Hilfsprojekte für sein eigenes kleines Königreich. Er selbst lebt in Deutschland und ist von hier tätig.
Sein neues Projekt ist die König-Bansah-Schule. Die Schule sorgt für die Jugendlichen nach der allgemeinbildenden Schule, denn diese wird ab einem gewissen Grad kostenpflichtig und sind nicht mehr finanzierbar. In der König-Bansah-Schule können Jugendliche gegen eine kleine Gebühr sich weiterbilden. Die Schule ähnelt eher einer Werkstatt, indem Schüler in einem Praxisunterricht verschiedene Bereiche gelehrt werden.


Die Schule besteht aus 6 Lehrwerkstätten, in denen die Jugendlichen, ob Mädchen oder Jungen, ein Handwerk erlernen können.
Textilwerkstatt: Weben gehört zu den ältesten Handwerken Ghanas. Neben Webstühlen soll es auch Nähplätze geben, an denen die Schülerinnen und Schüler lernen ihre selbst gewebten Stoffe zu verarbeiten.
Schildermalerei: Gedruckte Schilder sieht man selten in Ghana, denn fast alles wird dort mit Farbe an Wände und Bretter gemalt. Dabei spielt ziervolle Typografie eine wichtige Rolle. Die »Typo-Schule« vermittelt Grundlagen und Techniken eines hierzulande selten gewordenen Berufs.
Schnitzkunst: Ein wichtiger Bestandteil der ghanaischen Kultur ist die Schnitzkunst. Es entstehen Figuren und Reliefe, aber auch die hölzernen Bäuche der Trommeln oder ganze Möbelstücke werden angefertigt.
Holzwerkstatt: In der Schreinerei lernen die Jugendlichen den Umgang mit einfachem Werkzeug. Neben diesen Grundlagen der Holzverarbeitung wird auch die professionelle Arbeit mit Maschinen gelehrt.
Metallwerkstatt: Die manuelle und maschinelle Metallverarbeitung ist Grundlage vieler technischer Berufe. So werden hier zum Beispiel Teile für die Kfz-Werkstatt repariert oder neu angefertigt.
Kfz-Werkstatt: Die Kfz-Werkstatt ist eine Herzensangelegenheit des Königs. Mit einer Verbindung zur Straße, zwei Arbeitsgruben und einem überdachten Vorplatz, bietet sie perfekte Bedingungen.
Jeder kann einen kleinen Beitrag zum Projekt machen: Jeder kann so viel spenden wie man möchte und wird ehrenwürdig auf der Website und schriftlich auf dem Gebäude erwähnt. TYPOLUTION und ich persönlich liebt das Projekt. Auch wenn es nur 15 € sind – wenn jeder mitwirkt, geben wir Jugendlichen die Möglichkeit, was für uns hier vor Ort selbstverständlich geworden ist. >> zur Spenden-Website.















