Category Archives: Typo-Wissen kompakt

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Typo-Wissen kompakt: X-MAS und dessen Bedeutung

»X-Mas« lehnt sich der griechischen Sprache an. Im Griechischen ist nämlich der erste Buchstabe des Wortes »Christus« ein »X«. X-Mas ist somit eine gekürzte Form von »Christ«, woraus somit aus »Christmas« die modernere Form »X-Mas« entsteht.

 

Und somit wünscht TYPOLUTION schöne Weihnachten.

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Typo-Wissen kompakt: Schusterjunge und Hurenkind

»Schusterjunge« und »Hurenkind« sind typografische Bezeichnungen für ungewollte Zeilen im Layout – wenn nicht sogar ein No-Go für jedes typografische Bild.

 

Ein »Schusterjunge« ist die Bezeichnung für eine Anfangszeile eines Absatzes am Kolumnen- oder Spaltenende. Das bedeutet: Wenn sich ein Absatz über mehrere Zeilen erstreckt und nur die erste Zeile des Absatz am Spalten- oder Seitenende steht. Somit wirkt das Satzbild unschön und unruhig. Besonders bei Passagen, indem die erste Zeile eingerückt ist.

 

Das Wort »Hurenkind« klingt schlimm und darf auch gar niemals im Satzbild vorkommen. Es ist somit eines der größten Verbote im Satzbau. Unter einem »Hurenkind« versteht man die Ausgangszeile eines Absatzes am Kolumnen- oder Spaltenanfang. Steht die letzte Zeile vom mehrzeiligen Absatz am Seiten- oder Spaltenbeginn/anfang so wird dies als ein »Huki« bezeichnet. Grund für das Verbot: Diese Zeile sticht so sehr aus dem Satzbild hervor, damit es für den Leser störend wirkt.

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Typo-Wissen kompakt: Alineazeichen

Das »Alineazeichen« ist ein Absatzzeichen (¶), das ein Absatzende markiert. Es stammt aus dem Lateinischen für »a linea«, das übersetzt »auf der Linie« bedeutet.

 

Typografisch markiert ein Alineazeichen einen Absatz – eine neue Zeile – und somit die erste Zeile eines neues Absatzes. In der Textverarbeitung wird jedoch das Alineazeichen am Ende des Absatzes gesetzt und hilft somit dabei das Ende des Absatzes zu kennzeichnen.

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Typo-Wissen kompakt: Stege

Für die Ränder eines Layouts gibt es die so genannten Stege, die die Ränderanrichtung außerhalb des Satzspiegels [5] bezeichnen.

 

[1] Der Kopfsteg bezeichnet den Rand/Steg oberhalb des Satzspiegels.

[2] Der Fußsteg ist der untere Rand/Steg.

[3] Der Außensteg ist der Rand/Steg am Seitenrand, der nicht am Bund liegt.

[4] Der Bundsteg liegt direkt an der gebundenen Seite eines Buches, Magazins etc.

 

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Typo-Wissen kompakt: Flattersatz

Flattersatz kann entweder links- oder rechtsbündig »flattern«. Meist wird aber in Layouts auf linksbündiger Flattersatz zurückgegriffen. Man unterscheidet beim Flattersatz verschiedene Typen/Formen:

 

Flattersatz

Flattersatz entspricht einem Satz mit wenigen Worttrennungen und somit einem harmonischen Leseverhalten. Die Silbentrennung hält sich an Leseschritte – sowie optisch schönen Zeilenausgängen.

 

Rauhsatz

Rausatz ist am Zeilenende weniger flatternd – sprich die Zeile wird füllender genutzt. Trennungen ergeben sich nach Kriterien, müssen jedoch nicht immer perfekt dem Leseverhalten entsprechen.

 

Flattersatz ohne Trennungen (Englischer Flattersatz)

Ein englischer Flattersatz wird ohne Trennungen gesetzt. Diese Form ist nur in wenigen Fällen einsetzbar: entweder bei Teasertexten oder Headlines, die keine Trennungen – aufgrund ihrer Zeilenlänge – benötigen. Was bei diesen Sonderfällen optisch schöner erscheinen lässt, wirkt jedoch bei schmalen Spalten sehr zackig. Da in der deutschen Sprache viele lange Wörter eingesetzt werden sollte diese Variante im Mengensatz – vor dem Einsatz – kritisch geprüft werden.

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Typo-Wissen kompakt: Und-Zeichen

Das Und-Zeichen bzw. das Et-Zeichen ist ein Ersatzzeichen für das Wort »und«. Das Sonderzeichen ist eigentlich eine Ligatur bestehend aus einem »e« und »t« – zusammenstehend für das lateinische Wort »et«, das übersetzt »und« bedeutet.

 

Das Et-Zeichen wird nicht in herkömmlichen Sätzen als Abkürzung verwendet, sondern vielmehr bei Firmenbezeichnungen oder anderen bedeutenden Wortkonstellationen.

 

Es gibt verschiedene Formen des Et-Zeichens, die sich im Laufe der Jahre ergeben haben. Das Et-Zeichen der Trebuchet lässt ganz gut die Ligatur erkennen:

 

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Typo-Wissen kompakt: Divis und Halbgeviertstrich

Im Deutschen kommen Kurz- und Halbgevierstriche stark zum Einsatz. Der Trennstrich (kurze Strich) wird auch kurz Divis genannt. Doch wann kommt ein kurzer und Halbgeviertstrich zum Einsatz?

 

Halbgeviertstrich

Hierzu gibt es kleine Faustregel: Wo ein laaaaanger Gedanke oder eine Strecke oder zeitmäßiger Abstand entsteht verwendet man einen langen Strich – sprich einen Halbgeviertstrich.

 

1. Gedankenstrich: Hat man einen Gedanken, so verstreicht Zeit. Somit nimmt man den Halbgeviertstrich.

2. Streckenstrich: Zwischen München und Stuttgart liegt eine Strecke, sprich meterweise oder kilometerweise Abstand. Somit verwendet man auch hier einen langen Strich.

3. Bis-Strich: Zwischen 18 und 19 Uhr liegen 60 Minuten Zeit. Auch wenn es nur eine Minute wäre, wäre dies ein zeitlicher Abstand. Somit steht zwischen 18–19 Uhr ein Halbgeviertstrich.

 

 

Kurzer Strich und Divis

Auch hier gilt eine ähnliche Merkegel: Möchte man ein Wort oder Wörter sehr innig miteinander verbinden bzw. sollen sie in einer starken Verbindung stehen, so verwendet man den kurzen Strich.

 

1. Trennstrich/Divis: Trennt man ein Wort am Zeilenende, so soll es immer noch in seinen Einzelteilen stark miteinander verbunden bleiben. Somit verwendet man den kurzen Strich – das Divis.

2. Kuppelstrich: Möchte man Namen wie Karl-Heinz und St.-Nikolaus-Tag verbinden, so verwendet man auch hier den kurzen Strich.

3. Bindestrich: Möchte man Wortpaare kombinieren (zum Beispiel: »Typo- und Designblog«), so stehen diese ebenso in Verbindung: somit ein kurzer Strich.

 

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Typo-Wissen kompakt: Marginalie

Eine Marginalie ist ein Randvermerk bzw. Randinformation. Sie steht außerhalb des Umbruchs bzw. des Satzspiegels. Eine Marginalie dient zur Erläuterung bzw. zur Erklärung des Inhalts – wie eine Fußnote – nur bedeutender.

 

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Typo-Wissen kompakt: Deppenapostroph

Das »Deppenapostroph« – woher kommt es und was bedeutet es? Ein Deppenapostroph nennt man ein typgrafisch falsch verwendendetes Apostroph. Das beste Beispiel ist die Eigentumsbeschreibung, wie »Katja’s Gasthof«. Das Apostroph gelangte vermutlich aus der amerikanischen/engischen Schreibweise, denn dort ist die Verwendung des Apostroph in dieser Form tatsächlich korrekt. Es heißt ja auch schließlich »McDonald’s«. Eine deutsche Form von »Katja’s Gasthof« wäre typografisch nur in der Form »Katjas Gasthof« schön.

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Typo-Wissen kompakt: OpenType

OpenType ist ein Schriftformat, das in Sachen Technik TrueType und PostScript-Type-1 weit überlegen ist. TrueType bleibt jedoch im Gegensatz zu Type-1-Fonts weiterhin bestehen. OpenType besitzt durch die Unicode-Kodierung viele Vorteile:

 

OpenType ist plattformübergreifend.

Zwar ist TrueType auch für jedes Betriebssystem tauglich, jedoch war das beim Type-1-Zeichensatz nicht der Fall. Hier gab es unterschiedliche Dateien für Windows und Mac OS. OpenType ist für (fast) alle Betriebssysteme nutzbar und integriert zudem Drucker- und Bildschirmfont in einem.

 

Typografisches Geschick.

OpenType hat ein ganz großes Herz für Typografie. Ligaturen, Zeichenkombinationen etc. umfasst OpenType. Zudem lassen sich mit Programmfunktionen automatische Brüche je nach Zeichenvorrat automatisch über OpenType erstellen.

 

Viel Zeichen im Gepäck.

Nur 256 Zeichen hatte Type-1 zur Verfügung. Bei Unicode sieht das ganz anders aus: bis zu 65536 Glyphen sind pro Font speicherbar. Somit können verschiedene Ziffernformen, Kapitälchen oder weitere Sonderzeichen in eine Schriftdatei eingefügt werden.

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Typo-Wissen kompakt: Französischer Satz

Anführungs-, Ausrufe- und Fragezeichen werden im französischen Satz anders gesetzt, als wie im deutschen. Zwischen Zeichen und Buchstaben wird jeweils ein geschütztes Leerzeichen eingefügt – was im Deutschen unvorstellbar wäre. Offiziell gibt es keine konkreten Satzregeln, die die Größe des Leerabstands definieren. Persönlich bevorzuge ich einen etwas kleineren Abstand – ein ganzes Leerzeichen wäre definitiv zu groß. Diese Regel wird auch beim Doppelpunkt oder Semikolon verwendet. Ausschließlich der Punkt für die Bestimmung des Satzendes wird direkt ans Wort gesetzt.

 

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Typo-Wissen kompakt: Punze

Punzen sind die Innenbereiche eines Buchstabens. Es gibt sowohl geschlossene als auch offene Punzen. Geschlossene Punzen sind die Innenbereiche vom a, e, g, p usw. – zu den offenen Punzen gehören zum Beispiel das h oder n.

 

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Typo-Wissen kompakt: Kerning und Laufweite

Die Begriffe Kerning, Laufweite, Spationierung etc. werden oft durcheinander gebracht. Grund für die mögliche Verwechselung ist die Gemeinsamkeit: Alle Begriffe haben mit der Anordnung von Zeichen und Leerräume innerhalb des Satzbildes zu tun.

 

Kerning

Kerning ist ein neuer Begriff für »Zurichtung« (Der Begriff stammt noch aus der Bleisatz-Zeit). Kerning definiert die harmonische Abstände der Buchstaben zueinander. Der optische Ausgleich der einzelnen Zeichen/Glyphen mit unterschiedlichsten Buchstabenpaaren verhindert somit ein unruhiges Satzbild. Alle Buchstabenpaare müssen so aneinander gerückt werden, dass optisch einheitliche Weißräume bzw. Leerräume zwischen den Buchstabenkombinationen entstehen.

 

Laufweite

Die Laufweite ist im Gegensatz zum Kerning keine ästhetische Grundvoraussetzung, sondern eher ein Gestaltungselement bzw. ein Hilfe zur Unterstützung der Lesbarkeit. Die Laufweite verändert man, um entweder eine Auszeichnungsform zu erreichen oder um die Lesbarkeit zu verbessern. Bei klein gesetzten Texten erhöht man die Laufweite, um den Abstand zwischen den Buchstaben zu erhöhen. Bei Headlines greift man gerne auf die entgegengesetzte Form – sprich: man verringert den Weißraum zwischen den Headlines um den Text kompakter darzustellen, denn mit Erhöhung des Schriftgrads, nimmt auch der Weißraum des Kernings zu.

 

Spationierung

Spationierung erwähnt man ebenfalls bei Optimierung des Weißraums. Spationierung betrifft nicht nur die Buchstaben innerhalb eines Wortes, sondern auch Wörter innerhalb einer Textzeile. Spationierung leitet sich schließlich auch vom lateinischen »Spatium« ab, das übersetzt »Raum« bzw. »Zwischenraum« bedeutet.

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Typo-Wissen kompakt: Akkolade

Eine Akkolade ist eine geschweifte Klammer, die mehrere Zeilen zusammenfasst. Sie wird entweder in der Typografie, Mathematik oder im Notensatz verwendet.

 

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Typo-Wissen kompakt: Serif, Slab Serif, Sans Serif

Traditionell werden Schriften in in verschiedene Gruppen klassifiziert (DIN 16518). Diese Klassifikation in Gruppen wie »Venezianische Renaissance-Antiqua« oder »Barock-Antiqua« ist jedoch heutzutage nur noch schwer nutzbar. Moderne und charakteristische Schriftarten lassen sich in diesem veralteten System nicht mehr konkret zuordnen. Eine weitere logischere Unterteilung der modernen Schriften sind die Gruppen »Serif«, »Slab Serif« und »Sans Serif«. Bezeichnungen, wie Script-Schriften, gebrochene Schriften etc. bleiben weiterhin bestehen. Die Begriffe sind neuartige Bezeichnungen für Antiqua, Egyptienne und Grotesk.

 

Serif: Antiqua
Slab Serif: Egyptienne, serifenbetont
Sans Serif: Grotesk

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