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Kerning und Laufweite

Kerning und Laufweite

Typo-Wissen über Kerning und Laufweite kurz und bündig erklärt.

Die Begriffe Kerning, Laufweite, Spationierung etc. werden oft durcheinander gebracht. Grund für die mögliche Verwechselung ist die Gemeinsamkeit: Alle Begriffe haben mit der Anordnung von Zeichen und Leerräume innerhalb des Satzbildes zu tun.

Kerning

Kerning ist ein neuer Begriff für »Zurichtung« (Der Begriff stammt noch aus der Bleisatz-Zeit). Kerning definiert die harmonische Abstände der Buchstaben zueinander. Der optische Ausgleich der einzelnen Zeichen/Glyphen mit unterschiedlichsten Buchstabenpaaren verhindert somit ein unruhiges Satzbild. Alle Buchstabenpaare müssen so aneinander gerückt werden, dass optisch einheitliche Weißräume bzw. Leerräume zwischen den Buchstabenkombinationen entstehen.

Laufweite

Die Laufweite ist im Gegensatz zum Kerning keine ästhetische Grundvoraussetzung, sondern eher ein Gestaltungselement bzw. ein Hilfe zur Unterstützung der Lesbarkeit. Die Laufweite verändert man, um entweder eine Auszeichnungsform zu erreichen oder um die Lesbarkeit zu verbessern. Bei klein gesetzten Texten erhöht man die Laufweite, um den Abstand zwischen den Buchstaben zu erhöhen. Bei Headlines greift man gerne auf die entgegengesetzte Form – sprich: man verringert den Weißraum zwischen den Headlines um den Text kompakter darzustellen, denn mit Erhöhung des Schriftgrads, nimmt auch der Weißraum des Kernings zu.

Spationierung

Spationierung erwähnt man ebenfalls bei Optimierung des Weißraums. Spationierung betrifft nicht nur die Buchstaben innerhalb eines Wortes, sondern auch Wörter innerhalb einer Textzeile. Spationierung leitet sich schließlich auch vom lateinischen »Spatium« ab, das übersetzt »Raum« bzw. »Zwischenraum« bedeutet.

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